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Digitalisierung der Finanzbücher

posted by admin on Juni 20th, 2011

In “Buchhaltung” und “Buchführung” steckt das Wort “Buch” und das mit gutem Grund: Die Abbildung der finanziellen Vorgänge in einem Unternehmen erfolgt mit Hilfe der doppelten Buchführung in Büchern, im sogenannten Grundbuch oder Journal, im Hauptbuch und in den Nebenbüchern. Vor Einführung der Datenverarbeitung wurden die Buchungen tatsächlich in gebundene Bücher eingetragen. Im Grundbuch werden dabei die Geschäftsvorfälle in der Reihenfolge ihrer Entstehung eingetragen. Dabei kommen folgende Buchungen regelmäßig vor: Eröffnungsbuchungen, mit der am Jahresanfang die Endsalden auf Bestandskonten ins neue Jahr vorgetragen werden, laufende Buchungen und Abschlussbuchungen, mit denen die Kontosalden in den Jahresabschluss übernommen werden. Alle Buchungen erfolgen übrigens auf der Basis von Belegen, die ordnungsgemäß abzulegen sind. Als Belege kommen in Frage: Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Kontoauszüge von Banken und Sparkassen, Kassenbelege, Eigenbelege sowie interne Buchungsanweisungen. Die Buchungsvorgänge werden anschließend vom Grundbuch übertragen, wobei sie systematisch sortiert werden. Jeder gebuchte Geschäftsvorfall wird einem spezifischen Konto zugeordnet, wie zum Beispiel den typischen Bestandskonten Kasse, Bank, Maschinen oder Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder den Erfolgskonten wie beispielsweise Umsatzerlöse und Aufwendungen für bezogene Leistungen. Das Hauptbuch besteht aus Kontenblättern. Auf diesen T-Konten werden links im Soll die Aufwendungen, rechts im Haben die Erträge bei Erfolgskonten eingetragen. Bei Bestandskonten werden Aktivposten im Soll und Passivposten im Haben erfasst. Für die Eintragung der Buchungen vom Journal ins Hauptbuch konnte bei der Buchführung ohne EDV zwischen der Übertragungsbuchhaltung (wie zuvor beschrieben) oder der Durchschreibebuchhaltung gewählt werden. In Nebenbüchern werden bestimmte betriebliche Bereiche wie die Personalbuchhaltung oder die Debitoren (Forderungen) und Kreditoren (Verbindlichkeiten) separat erfasst und zum Monatsende ins Hauptbuch übertragen.

Heute führen nahezu alle Betriebe ihre Buchhaltung mit Hilfe der EDV. Zeit- und Kostenersparnis, höhere Zuverlässigkeit und wesentlich verbesserte Informationsfunktionen machen Computer in der Buchhaltung unverzichtbar. Der Buchhalter muss nur noch das Grundbuch führen, die Übertragung ins Hauptbuch erfolgt dann automatisch. In den verwendeten EDV-Programmen ist die Zuordnung der angesprochenen Konten auf die einzelnen Konten des Hauptbuches genau hinterlegt. Um Fehler bei der Buchung zu minimieren, sind bei Buchungen bestimmte Konten als Gegenkonten gesperrt. Am Monatsende und Jahresende können auf Knopfdruck Abschlüsse erstellt werden. Jederzeit können sich die Geschäftsführung und andere zuständige Mitarbeiter Analysen und Auswertungen ausdrucken lassen. Dies ist bei keiner manuellen Buchhaltung möglich gewesen. Dennoch wird die manuelle Buchhaltung nie völlig in Vergessenheit geraten: Nur wer sie beherrscht, kann auch kompetent mit EDV-Programmen die Finanzbuchhaltung führen. Auch bei der digitalen Buchhaltung muss der Hauptbuchhalter am Ende jeden Tages das ausgedruckte Journal dahingehend überprüfen, ob alle Konten korrekt bebucht wurden.

Finanzbücher sterben aus

posted by admin on Juni 20th, 2011

Die gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich der nachvollziehbaren Dokumentation steuerlich relevanter Vorgänge in einem Unternehmen sind streng. Art und Umfang der geforderten Buchführung hängen von der Größe des Unternehmens ab, Freiberufler und Kleinbetriebe können sich meist auf eine einfache Überschussrechnung beschränken. Aber auch sie müssen alle Ausgaben lückenlos belegen und die genauen Termine von Zahlungseingängen dokumentieren.

Buchführung ohne Bücher!

Mag die Buchhaltung dem Buch auch ihren Namen verdanken, in heutiger Zeit spielen die handschriftlich geführten Wälzer in der Buchhaltung keine Rolle mehr. Fragte sich so mancher EDV-Pionier in der Anfangszeit der Digitalisierung noch, ob elektronische Belege in den Amtsstuben der Finanzämter akzeptiert würden, so haben sich die Verhältnisse in den letzten Jahren umgekehrt. Dafür hat das Bundesfinanzministerium mit einer Rechtsverordnung gesorgt, die den typisch bürokratischen Namen GDPdU trägt: Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen. Diese Verordnung erlaubt nicht nur die Umstellung auf eine elektronische Buchführung, sondern fordert sie nahezu. Betriebsprüfern ist laut den GDPdU ein Onlinezugriff auf alle steuerlich relevanten Unterlagen zu gewähren. Nun haben Finanzämter in der Regel ein Einsehen und akzeptieren bei Kleinbetrieben auch eine traditionelle Buchführung, aber letztlich sollten auch Kleinstbetrieb von den Vorteilen elektronischer Finanzbücher überzeugt sein und sich freiwillig dafür entscheiden.

Vorteile elektronischer Finanzbücher

Der wesentliche Vorteil besteht sicherlich darin, dass die elektronische Buchführung enorm viel Zeit spart. Ein- und Ausgaben müssen lediglich kurz eingetippt werden, den Rest übernimmt die EDV. Aufgrund dieser Einfachheit führen mittlerweile sogar zahlreiche Privathaushalte ein elektronisches Haushaltsbuch, um einen schnellen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu haben. Wie umfangreich die eingesetzte Software sein sollte, hängt selbstverständlich von den Anforderungen ab. In einfachen Fällen reicht eine einfache Tabelle für ein Tabellenkalkulationsprogramm. Professionelle Lösungen leisten mehr und berechnen beispielsweise automatisch anfallende Steuern. Wer es noch komfortabler mag, wird sich für umfangreichere Systeme entscheiden, die jede Bestellung und jede ausgestellte Rechnung automatisch in die Buchführung übernehmen. IT-Profis sprechen in diesem Zusammenhang von skalierbaren Lösungen. Damit ist gemeint, dass es heute für jeden Bedarf eine angemessene Lösung für eine elektronische Buchführung gibt, vom kleinen Ein-Mann-Betrieb bis zum Großkonzern. Private Rentenversicherung ist auch ein Verwaltungsschwieriges Thema. Auch dieses ist durch Software stark zu vereinfachen.

Nur Mut!

Wer noch immer am klassischen Finanzbuch festhält, sollte eine elektronische Buchführung zumindest einmal ausprobieren. Nach wenigen Wochen kann sich kaum noch jemand vorstellen, zum alten System zurückzukehren. Die Datenerfassung wird spürbar beschleunigt, alle relevanten Informationen stehen auf Knopfdruck bereit und Rechenfehler in der Buchführung gehören endgültig der Vergangenheit an. In nahezu allen Fällen werden auch die Kosten spürbar gesenkt. Und sei es nur deswegen, weil auch der Steuerberater viel Zeit einspart.

Software erleichtert die Übersicht

posted by admin on Juni 20th, 2011

Die Buchhaltung, früher mit viel Papier verbunden, ist heute auf elektronischem Weg zu erledigen. Auch die Finanzämter akzeptieren inzwischen das elektronische Rechnungswesen auch ohne elektronische Signatur, wenn bestimmte Vorgaben (interne Nachprüfbarkeit, Archivierung) eingehalten werden. Moderne Software bietet Lösungen für jeden Bereich der Buchführung, und sie kann mehr als nur Daten speichern.

Buchhaltung schnell und sicher

Mit verschiedenen Softwaretools kann jedermann seine Buchhaltung günstig selbst erledigen. Alle wichtigen Zahlen werden übersichtlich dargestellt, und was das Wichtigste ist: Durch die Suchfunktionen wird ein Vorgang sofort gefunden, wo früher mühselig in Unterlagen geblättert wurde. Daneben sind aktualisierte Versionen stets auf dem letzten Stand gesetzlicher Vorgaben, Jahresabschlüsse können als Bilanz oder Einnahmen-/Überschussrechnung erstellt werden, die elektronische Umsatzsteuer-Voranmeldung über das ELSTER-System ist ebenso enthalten. Eine Bankenmappe enthält sämtliche Fakten und Kennzahlen, die für ein Bankgespräch benötigt werden, und das Business-Cockpit verschafft den globalen Überblick über das Unternehmen auf einer Datenseite mit einer Menüführung zu den Unterverzeichnissen. Für das Handwerk, Ärzte, Anwälte und andere Freiberufler, die Landwirtschaft, den Einzelhandel oder Vereine gibt es Musterkontenrahmen, die DATEV-kompatibel aufgebaut sind.

Faktura-Programme

Das gesamte Rechnungswesen, Gutschriften und Storni, offene Posten, das Mahnwesen oder Eingangsrechnungen werden mit Faktura-Programmen nicht nur dargestellt, sondern auch sofort berechnet. Hierbei gibt es spezielle Software für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die den Firmen die effiziente Abwicklung ihres Zahlungsverkehrs ermöglicht. Sowohl alle Eingangsrechnungen als auch alle offenen Positionen werden ausgewiesen, auf der Gegenseite die bezahlten und noch offenen Rechnungen. Damit erlangt der Unternehmer oder Freiberufler auf Knopfdruck einen sofortigen Überblick über den finanziellen Status seiner Unternehmungen. Die Updates erfolgen laufend, alle Kennzahlen liegen so permanent aktualisiert vor.
Rechnungen werden als PDF erstellt und können gedruckt oder als E-Mail versandt werden. Das Rechnungsmodul greift dabei auf hinterlegte Daten von Kunden, Produkten und Dienstleistungen zurück. Eine Neueingabe von Vorgängen wird dadurch überflüssig, die Effizienz der Arbeitsvorgänge steigt enorm. Gleichzeitig entsprechen die Rechnungen gesetzlichen Anforderungen.

Zahlungsverkehrsoftware

Programme wie EasyDTA liefern Zahlungsfunktionalitäten für die Programme von Microsoft Access, Excel, dBase, CSV, TXT und vielen anderen. Plus Versionen solcher Programme prüfen sogar Kontonummern auf Gültigkeit, damit ist aus den eigenen Datenbanken heraus der Zahlungsverkehr abzuwickeln. Die neuesten Updates der Programme werden stets nach den neuesten Versionen der Softwarehersteller konfiguriert und laufen stets auf den jüngsten Systemen. Mit der Zahlungsverkehrsoftware können auch Daten für einen beleglosen Datenträgeraustausch erstellt werden, die in DTA/DTAUS-Dateien Überweisungs- und Lastschriftvorlagen enthalten. Zahlungsverkehrdaten können aus den verschiedensten Datenbänken, beispielsweise von Excel, eingelesen und der Zahlungsverkehr ausgelöst werden.

Nebenbei macht ja eine Regulierung der Kopien keinen Sinn, da Du das ja nicht kontrollieren kannst. (zumindest nicht in einer halbwegs freien Gesellschaft) Ich kann ja jedes Buch einfach abschreiben, oder auswendig lernen.

Natürlich macht es Sinn. Wenn ich ein Buch schreibe, und jemand schreibt es ab, dann kann ich ihn vor Gericht zerren und verlangen, dass er das unterlässt und/oder mich dafür entsprechend bezahlt. Oder was meinst Du hindert Leute daran ein Buch das für 100 Euro im Regal steht einfach abzuschreiben und für 10 Euro zu vertickern?

Selbst das Kopieren eines Buches beziehungsweise Auszüge davon für privaten Gebrauch (was meinst Du wohl warum in jeder Bücherei Kopierer rumstehen?) ist vom Gesetzgeber bedacht und geregelt worden.

Davon abgesehen werden Gesetze nicht aufgrund einfacher Nachweise gemacht. Niemand kann Dich vor Gericht zerren wenn Du Software kopierst und an Deine Kumpels gibst —illegal ist es trotzdem.

Scheinen ja inzwischen ja dazu gelernt zu haben. Kann mich noch an Schmachtfetzen, wie “das große Buch zu Word”, dass mittlere Buch zu Word und das dünne Buch zu Word, erinnern. Ich kenne nicht so viele alte DataBecker-Bücher…. Habe aber ein schlechtes C++-Buch hier (c; Und über den Inhalt pauschal zu Urteilen zeugt auch nicht gerade von deiner Kompetenz. Kann mich noch sehr gut an die ganzen Windows/Office-Bücher erinnern, die teilweise schon eher erschienen sind, als das eigentliche Releaseder Anwendung/Betriebssystem und auch wenig neues und tiefgreifendes zum aktuellen Release hatten! So dass man sehr schnell das Gefühl hatte, da wird die alte Version beschrieben und nicht die aktuelle! Wer kauft auch Windows-/Office-Bücher? Scheinbar ziemlich viele, sonst würden sie sich nicht so gut verkaufen. Bei dem Thema kann ich mir aber gut vorstellen, dass es doch recht schwer ist ein Buch zu schreiben, das über dem Niveau von Computer BILD ist. Und ich versichere Dir, das DgB C# gehört zu den Büchern das von Autoren geschrieben wurde, die 1. sehr viel Fachwissen und 2. Interesse daran haben dem Leser kein Microsoft-Loblied zu singen. Bisher habe ich bei der Reihe “Das große Buch zu xxx” von DataBecker immer wieder festgestellt, dass sie zwar 1000 Seiten haben, aber dafür wenig in die Tiefe gehen. Sie sind gut, um sie mal durchzulesen, aber nicht als Nachschlagewerk! Die Bücher von O’Reillyoder Wiley haben da ein ganz anderes Niveau. Zu den 1000 seiten kann ich sagen, dass es nur ca 500 sind und auf diesen 500 Seiten wird beispielsweise deutlich mehr Wissen vermittelt als in dem MS Press Buch “Visual C# – Schritt für Schritt” (Ich glaub so hieß es). Dabei ist es aber nicht so abstrakt und anspruchsvoll wie “C#” von Gunnerson bei Gallileo (1. Auflage) Außerdem wird bei dem Rand wie gesagt auch über den Tellerand geblickt. Mono wird in einem eigenen Abschnitt behandelt, ebenso cvs.